M. nervt…
Dezember 26, 2007 von Reinhard Jahrnym
M. steht auf um 8, macht sich Frühstück, und als ich gegen halb neun dazukomme, ermahnt sie mich, den Pyjama zur Wäsche zu geben, denn er stinke. Kann sein, entgegne ich ihr, vielleicht bin aber auch ich es, der stinkt, und nicht der Pyjama.
Um halb 9, ich lese eine Zeitschrift am Frühstückstisch, beginnt sie Zwiebeln zu schälen, zu schneiden und zu rösten, obwohl wir vereinbart haben, dass ich kochen werde. Der Gestank der Zwiebeln vertreibt mich aus der Küche, ich lese im Wohnzimmer weiter, und auch dort bin ich offenbar nicht geduldet, denn kurz vor 10 Uhr will sie, dass ich endlich duschen gehen und mich anziehen soll, denn ihre Kosmetikerin kommt um 11, und bis dann will sie aufgeräumt haben. Außerdem soll ich den Müll entsorgen. Ich komme mir wieder vor wie ein Gast in der eigenen Wohnung…
Verflucht… ich hasse das!
Was für ein beschissener Feiertag… so wie früher oft… sie kommandiert mich herum, ich passiver Esel dulde es, denn Kompromisse müssen sein, bloß nichts riskieren, zusammenbleiben ist das Wichtigste.
Wenn das heute so weitergeht und sie nicht einlenkt, werde ich sie bitten, dass wir wohl beide ernsthaft anfangen sollten, die Vorteile von zwei getrennten Wohnungen ins Auge zu fassen. Ich ertrage ihr Domina-Gehabe nicht mehr lange…